Gewächshaus aus alten Fenstern, Teil III

Nun ist unser Gewächshaus fertig. Es hat ganz schön lange gedauert, da wir im Prinzip nur an den Wochenenden daran arbeiten konnten.  Zwei der oberen Fenster haben eine automatisch gesteuerte Öffnung, wenn es zu heiß wird. Die Lüftungsfenster sind aus einem Holzrahmen gebaut und mit einer Folie versehen, damit sie nicht so schwer sind. Aber wahrscheinlich reicht es nicht aus und wir müssen zwei weitere Fenster mit so einem Schließ- bzw. Öffnungsmechansimus versehen. Wenn die Sonne scheint, wird es drinnen schnell mal 30 Grad und mehr.

Die oberen seitlichen Fenster sind dreieckig. Die haben wir beim Glaser zuschneiden lassen. Alle Balken und Rahmen sind mit Leinölfarbe in einem ziemlich dunklen Grau gestrichen. Die Beete sind angelegt und mit Pferdeäpfeln untergehoben, dazwischen gibt es einen Gang mit Unkrautfließ und Holzhäcksel.  Die automatische Bewässerung mit Perlschlauch liegt dort auch schon, ist aber noch nicht an die Wassertanks, die das regenwasser aufsammeln, angeschlossen. Pflücksalat, Brokkoli, Gewürztagetes, Gurken, Tomaten, Chilis und ein paar Paprika und Kopfsalat sind bereits eingezogen.

  

Das Gewächshaus hat die Maße 4,60 m x 2,60 m. Die Größe hat sich letztendlich aus der Größe der vorhandenen Fenstern ergeben. Die  vertikalen und horizontalen Balken messen 8 x 8 cm. Etwas kleinere hätten wahrscheinlich auch gereicht. Aber sicher ist sicher, vor allem vorne die großen Fenster sind recht schwer. An die Balken wurden Leisten geschraubt, an die dann die Fensterahmen mit Schrauben befestigt worden sind.

Was hat es gekostet?

Holzbalken: 250 €

Bewässerung: 170 €

Schrauben, Winkel, Balkenschuhe, Latten, Folie für das Dach: 350 €

Leinölfarbe war noch da

4 dreieckige Fenster vom Glaser: 70 €

Unkrautflies: 3 €

Stroh war und ist noch in rauen Mengen vorhanden

Pferdeäppel von den Nachbarn

ca. 160 Stunden Arbeit

 

 

 

 

 

4 comments on “Gewächshaus aus alten Fenstern, Teil IIIAdd yours →

  1. Wir haben im letzten Frühjahr auch unser Gewächshaus bauen können, ebenfalls aus Balken und alten Fenstern und Türen, welche doppelt verglast sind. Da es erst einmal als Tomatenhaus dienen musste war es nicht so wichtig es winterfest zu machen, das haben wir uns für Herbst/Winter aufgehoben. Nun sind wir dabei die kleineren und schmalen Öffnungen mit selbstgebauten Fenstern zu versehen. Zwei dreieckige Fenster werden wir wohl auch einem Fensterbauer in Auftrag geben. Könnt Ihr etwas zu den Fensteröffnern (Hersteller, Bezeichnung) sagen!? Was uns auch sehr interessiert ist die Bewässerung. Bei dem vielfältigen Angebot fällt die richtige Wahl schwer. Wir haben zwei blaue Ibc-Container in denen wir das Wasser bevorraten und aus welchen später eine automatische Bewässerung erfolgen soll. Habt Ihr den Bewässerungsanschluss in diesem Jahr noch umgesetzt?
    Vielen Dank für Euren lesenswerten Bericht!
    Grüße aus dem Rheinland
    Barbara

    1. Liebe Barbara,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wo seid Ihr denn im Rheinland? Norbert ist Kölner und ich aus Aachen. Herzliche Grüße zurück ins Rheinland.
      Ja, die Fensteröffnungen habe ich im Internet gekauft. Aber ich bin nicht zufrieden damit. Die beiden kleinen Fenster sind definintiv zu klein für die Größe des Gewächshauses und für den heißen Sommer. Jetzt bei den Temperaturen unter 10 Grad schließen sie nicht richtig. Sie waren nicht teuer, aber definitif ein Fehlkauf. Sie sollten auf Temperaturen reagieren und sich dann selbstständig öffnen oder schließen. Gekauft haben wir es bei: MY2 COMMERCE SDN.BHD. (toptrade2u). Ich würde empfehlen, ein paar Euro mehr auszugeben, damit es gut funktioniert. Das System funktioniert über eine Hydraulik, die sich je nach Temperatur zusammenzieht oder ausdehnt.
      Das Bewässerungssystem habe ich mir abgeguckt von ihm hier: https://youtu.be/imxKFAfE70Y (Rheinländer wie es klingt). Das funktioniert bei niedrigeren Temperaturen gut, allerdings versagt es bei hohen Temperaturen, da mussten wir zusätzlich gießen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich es nicht optimal verlegt habe. Es gibt lange Zulaufschläuche und kurze Dropschläuche, die auch in unterschiedlicher Höhe liegen. Wir haben draußen eine Wassertonne aufgestellt, die das Regenwasser vom Dach des Gewächshauses sammelt. Die steht auch ca. 30 cm höher, damit es zum Wasserdruck auch noch ein Gefälle gibt. Läßt sich aber sicher noch optimieren. Es hat uns aber trotzdem über den Sommer gerettet, da wir immer nur am Wochenende auf dem Hof sind. Zu den Fenstern muss ich sagen, dass wir leider Sprünge in den dreieckigen Scheiben hatten. Das lag sicher nicht am Glaser, sonder eher an den hohen Temperaturen. Plant lieber ein bisschen Spiel ein, da ja auch die Balken arbeiten. Ich hoffe, die Infos helfen ein bisschen weiter, herzliche Grüße und gutes Gelingen. Postet gerne Fotos von Eurem Gewächshaus, wir sind neugierig

  2. Großartiges Projekt! Bin auch gerade dabei so ein Ding zu planen – Fenster sind schon besorgt..
    Hätte mal ein paar Fragen: Ihr habt die Pfostenträger für liegende Balken verwendet und dann die Pfosten mit Winkeln aufgeschraubt. Ich plane eher in den Schuhen stehende Pfosten mit verschraubten querliegenden Balken.. bin aber gerade am überlegen, ob die liegenden Balken nicht leichter aufzubauen sind.. warum habt ihr die Konstruktion so gewählt?

    die 8cm Balken sind auch stabil genug, ja? Habe bisher mit 10cm geplant, weiß aber nicht, ob das evtl. etwas übertrieben ist.. Ich werde ein leichteres Dach (Kunststoffplatten) mit nur leichter Schräge bauen. Tür wird eine alte Balkontür mit Rahmen, Fenster sind fast alle doppelverglast und sau schwer.

    Danke, dass ihr die Verschraubung der Fenster in den Rahmen so gut beschreibt, hat es einen Grund, warum ihr sie innen reingesetzt habt? Ich hätte eher an außen gedacht, zwecks Schutz des Bauholzes

    Eine Frage, die mich dann auch sehr beschäftigt: habt ihr die unten liegenden Balken irgendwie gegen Feuchtigkeit geschützt? Sieht so aus, als ob die direkt auf der Wiese liegen.

    Vielen Dank für euren kreativen Input! Grüße, Philipp

    1. Lieber Philipp,
      danke für Deinen Kommentar. Wir haben die Variante mit den liegenden Balken gewählt, weil wir noch nicht genau wußten wie wir die Fenster zusammensetzen wollten und so waren wir freier, die Balken auf den liegenden zu setzen. Wenn Du genau weißt, wo Deine Fenster hin sollten, ist die andere Variante natürlich auch gut. Die 8 cm sind ausreichend, wobei es sicher auch auf die Abstände ankommt. Wir haben an der Vorderseite auch 2 doppleverglaste richtig schwere Fenster, die aber auch einen eigenen Rahmen haben. Die anderen Fenster sind leichter. Wir haben auch nur ein leichtes Dach mit Kunststoffplatten. Bis lang hält alles gut. Wobei wir auch noch keinen richtigen Herbststurm hatten. Eigentlich wollten wir an 2 Seiten auch noch eine digionale Verspannung aus Stahlstangen oder -seilen vor den Fenstern anbringen, damit das bei starkem Wind mehr Halt hat. Die Fenster haben wir zwischen die Balken gesetzt als Aussteifung und dann von innen Latten verschraubt. Eigentlich wollten wir dann auch außen noch Bretter (16 cm) anschrauben, damit die Fenster quasi eingeklemmt sind. Das haben wir aber noch nicht gemacht, wäre aber gut vor dem Winter, da es ein paar Lücken gibt, durch die es manchmal durchzieht. Der Balken unten liegt nicht auf der Wiese auf. Es gibt einen kleinen Abstand. Er ist mit Leinöl gestrichen und von innen sind Bretter gegengesetzt, die man dann ggf. austauschen kann, wenn sie verrotten. Zur Lüftung haben wir nur 2 kleine Fenster eingebaut, die sich abhängig von der Temperatur öffnen bzw. schließen. Das war aber zu wenig, so dass wir bei hohen Temperaturen wie in diesem Sommer immer die Tür offen hatten.
      Wir wünschen Dir viel Spaß beim Bauen und gutes Gelingen
      Viele Grüße Norbert und Chris

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