Dreesch7

kreative Ferien, kreatives Arbeiten

Gewächshaus aus alten Fenstern, Teil III

Nun ist unser Gewächshaus fertig. Es hat ganz schön lange gedauert, da wir im Prinzip nur an den Wochenenden daran arbeiten konnten.  Zwei der oberen Fenster haben eine automatisch gesteuerte Öffnung, wenn es zu heiß wird. Die Lüftungsfenster sind aus einem Holzrahmen gebaut und mit einer Folie versehen, damit sie nicht so schwer sind. Aber wahrscheinlich reicht es nicht aus und wir müssen zwei weitere Fenster mit so einem Schließ- bzw. Öffnungsmechansimus versehen. Wenn die Sonne scheint, wird es drinnen schnell mal 30 Grad und mehr.

Die oberen seitlichen Fenster sind dreieckig. Die haben wir beim Glaser zuschneiden lassen. Alle Balken und Rahmen sind mit Leinölfarbe in einem ziemlich dunklen Grau gestrichen. Die Beete sind angelegt und mit Pferdeäpfeln untergehoben, dazwischen gibt es einen Gang mit Unkrautfließ und Holzhäcksel.  Die automatische Bewässerung mit Perlschlauch liegt dort auch schon, ist aber noch nicht an die Wassertanks, die das regenwasser aufsammeln, angeschlossen. Pflücksalat, Brokkoli, Gewürztagetes, Gurken, Tomaten, Chilis und ein paar Paprika und Kopfsalat sind bereits eingezogen.

  

Das Gewächshaus hat die Maße 4,60 m x 2,60 m. Die Größe hat sich letztendlich aus der Größe der vorhandenen Fenstern ergeben. Die  vertikalen und horizontalen Balken messen 8 x 8 cm. Etwas kleinere hätten wahrscheinlich auch gereicht. Aber sicher ist sicher, vor allem vorne die großen Fenster sind recht schwer. An die Balken wurden Leisten geschraubt, an die dann die Fensterahmen mit Schrauben befestigt worden sind.

Was hat es gekostet?

Holzbalken: 250 €

Bewässerung: 170 €

Schrauben, Winkel, Balkenschuhe, Latten, Folie für das Dach: 350 €

Leinölfarbe war noch da

4 dreieckige Fenster vom Glaser: 70 €

Unkrautflies: 3 €

Stroh war und ist noch in rauen Mengen vorhanden

Pferdeäppel von den Nachbarn

ca. 160 Stunden Arbeit

 

 

 

 

 

Blumengarten

Es gab wohl mal einen Blumengarten im vorderen Teil des Gartens. Er war abgegrenzt mit Ziegelsteinen und mittlerweile ziemlich zugewuchert. Ich habe die Ziegel wieder ausgebuddelt und Beete und Wege angelegt. Die Wege habe ich mit Häcksel bestreut. Es wird zwar nicht lange halten, die ersten Pflanzen arbeiten sich schon durch, aber es sieht ganz schön aus. Ich denke, man kann dort wunderbar unter dem Augustapfel sitzen und es sich gut gehen lassen.

 

Gewächshaus aus alten Fenstern, Teil II

So, es wird. Nachdem die Punktfundamente gut ausgehärtet sind, konnten die Balken in die Metallschuhe eingelegt werden.

Ich hatte einen Plan gemacht und alle Fenster ausgemessen und in einer möglichen Reihenfolge zusammen gelegt. Norbert hat es dann aber anders gebaut. Deutlich ordentlicher. Es wird schön. So sieht es jetzt aus.

Das erste Fenster ist drin. Auf der Innenseite mit kleinen Leisten bündig zu der Außenseite angebracht. Das war das, was mir bei den Anleitungen im Internet immer ausgesprochen unklar war. Klar, wenn man Fenster hat, die man bündig einpassen kann, ist alles einfach. Aber die meisten Fenster haben eine Außen- und eine Innenkante mit unterschiedlichen Maßen. Entweder alles absägen oder den Versatz mit kleinen Hölzern ausgleichen. Unsere wurden ein bisschen abgesägt und mit Latten an den Pfosten befestigt.

Die Balken sind mit Metallwinkeln miteinander verbunden. Das Haus wird recht groß. Wir sind jetzt bei einer Fläche von ca. 5 m mal 2,7 m. Die Höhe hinten beträgt über 3 m.

So die hintere untere Fensterreihe ist auch schon eingebaut. Die zweite wird darüber gesetzt.

Die erste stürmische Schneenacht hat das halbfertige Häuschen gut überstanden.

 

Huhn auf Dreesch7

Als ich am Donnerstag auf den Hof gekommen bin, gab es einen Überrraschungsgast. Ein braunes Huhn spazierte freundlich im Garten umher. Ich habe gar keine Ahnung von Hühnern. Und ich wusste auch nicht, seit wann das Huhn denn schon hier war. War es jetzt kurz vor dem Hungertod?  Hab dann mein Baguette mit ihm geteilt und schnell geoogelt, was Hühner eigentlich fressen. Allesfresser. Ok, es hat dann noch etwas Vogelfutter bekommen und hat sich dann über den Kompost hergemacht. Den Lieblingsnachbarn für alle Fälle gefragt (er hatte nämlich lange Hühner), was ich denn jetzt machen soll. Wer im Ort hat braune Hühner? Mein Lieblingsnachbar schnappt das Huhn und wir fahren mal die drei Hühnerhalternachbarn ab. Der erste Versuch glückte. Karin und Willis Huhn. Vollgefressen und wieder zu Hause.

Alles schick. Hübsches Huhn. Schön mit dem kleinen roten Franzosen gefahren und ein bisschen doof geguckt.

Gewächshaus aus alten Fenstern, Teil I

Das Projekt, was noch schnell im März auf die Beine gestellt werden soll, ist unser Gewächshaus aus alten Fenstern.

Fenster haben wir zu Hauf. Die bringt der Norbert immer von Baustellen mit oder findet sie halt irgendwo. Das letzte Wochenende war das erste warme im Jahr und erstaunlicherweise war der Boden auch dann nicht mehr gefroren. Wir bzw. mein Norbert hat dann Löcher gegraben, um die Punktundamente zu setzen. Acht Stück insgesamt, 80 cm tief. Anker für die Pfosten eingesetzt. Und – wir sind gut! Beim ersten Versuch alle Punkte mit rechten Winkeln zu versehen und in der Flucht der restlichen Beete zu bleiben, ist der erste Aufschlag geglückt.  Wir haben Lehmboden mit ca. 15 cm Muttererde drauf. Schwer das Zeug. Ich habe es zum Weg zwischen Terassse und Blumengarten gefahren, um den Weg auszugleichen, der an den Bauarbeiten für die Terrasse doch etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde und ziemlich uneben war. Jetzt muss der Beton aushärten und dann kommen die Balken in die Metallträger. Leider hatte ich gar keine Zeit zum Fotografieren. Aber das liefere ich nach und die Fotos der Konstruktion dann auch. Was mir immer bei den ganzen Anleitungen im Internet gefehlt hat, war der Hinweis wie man die alten Fenster denn an den Trägern befestigt.

Kommt dann. Ich hab Muskelkater.

So geht’s weiter …

Miesmuscheln mit Pommes frites (Moules frites)

Wenn man mal etwas Leckeres für die Seele braucht, kann ich dieses Rezept empfehlen.

Man braucht für 4 Personen (wobei man natürlich auch mehr Pommes frites und weniger Muscheln machen kann):

  • Öl oder Fett zum Frittieren
  • 5 große vorwiegend festkochende Kartoffeln, geschält
  • 250 ml trockenen Weißwein
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 große Zwiebel
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • Kräuter wie Petersilie, Thymian, 1 Lorbeerblatt
  • 2 kg Miesmuscheln, gesäubert

Kartoffeln waschen. Abtrocknen und in Stäbchen schneiden. Es gibt dafür auch solche Schneidegeräte. Sehr praktisch. Ich habe eins von meiner Tante geerbt.

Fett heiß werden lassen. Wenn man einen Holzkochlöffel reinhält und es zeigen sich Bläschen, ist es heiß genug. Dann die  Kartoffelstäbchen in kleinen Portionen fritieren. Wenn sie beginnen braun zu werden, raus nehmen und auf einem Küchentuch das überschüssige Fett aufsaugen lassen. Nach und nach alle Kartoffeln fritieren.

Zwiebeln und Knoblauch klein schneiden.

In einem großen Topf etwas Olivenöl erhitzen und Knoblauch und Zwiebeln anschwitzen, dann Thymian und Lorbeer dazugeben, kurz unterrühren und dann die geputzen Miesmuscheln (Sicherheitshinweise weiter unten) dazu. Mit Weißwein ablöschen, frisch gemahlenen Pfeffer und etwas Salz zugeben, umrühren und im geschlossenen Topf ca. 10 Min. auf mittlerer Flamme köcheln lassen. Zum Schluss Petersilie zugeben.

In der Zwischenzeit die vorfritierten Kartoffeln wieder in kleinen Portionen fertig fritieren bis sie goldbraun sind. Überschüssiges Fett antropfen lassen und nach Geschmack salzen.

Guten Appetit. Wenn gar nichts mehr geht, dann das. Ist das Beste für einen kalten Winterabend vorm Kamin. Was schmeckt dazu? Weißwein zum Beispiel, vielleicht der, der für den Sud der Muscheln verwendet wurde oder Bier.

Guten Appetit.

Miesmuscheln Sicherheitshinweise: Unter kaltem Wasser abwaschen, Bart entfernen. Wenn Muscheln geöffnet sind, kann man sie ein bisschen anklopfen, wenn sie sich schließen, ok, ansonsten wegwerfen. Muscheln mit defekter Schale ebenfalls wegwerfen. Muschel, die sich nach dem Kochen nicht öffnen, ebenfalls wegwerfen. Das sind dann im Normalfall allerdings sehr, sehr wenige.

Herzliche Grüße aus der Uckermark nach Brügge.

 

Fleischfresser – gute Vorsätze für 2018

Ich gebe es ja zu, ich bin Fleischfresser mit viel Gemüse und Salat. Mit allem Anderen kann man mich jagen. Über die Feiertage und zwischen den Tagen haben wir uns in erster Linie von Wild und von freilaufend aufgewachsem Tier ernährt. Es ist ein ganz besonderer Genuss. Und ab sofort mag ich nichts Anderes mehr. Ich quäle mich seit Wochen mit den Gedanken an das Leiden der Tiere, die wir ständig verputzen. Aber Vegetarierer werden kann ich nicht. So ist es gut und ich werde dabei bleiben. Wenn ich weiß wie die Tiere gelebt haben und es ihnen gut gegangen ist, werde ich sie essen. Sonst nicht.

Gummistiefelliebe

Wir waren, um unseren Hochzeitstag zu feiern, in Dänemark auf Römö. Es war schön, den ganzen Tag draußen zu sein, bei Wind und Regen mit dem Hund am Strand spazieren zu gehen und abends vorm warmen Kanin zu sitzen.  

Am besten klappt das Spazierengehen in den wunderbaren Gummistiefeln von Ilse Jacobsen HORNBÆK. Sie schön und bequem. Beim letzten Dänemarkurlaub hatte ich schon ein Paar gekauft. Schwarze, hohe mit orangefarbener Sohle, die leuchtet, wenn man über Schnee geht. Ich liebe diese Stiefel und wollte noch ein Paar. Es gab schwarze wadenhohe mit Schnürung. Sie sind perfekt für Hundespaziergänge und Gartenarbeiten. Leider habe ich dann beim Kampf mit den Brombeeren einen Haken für die Schnürung verloren. Ich hab zwar den Garten abgesucht, aber er ist zu groß, ich konnte den Haken nicht finden. Hab dann Ilse Jacobsen angemailt und von meinem Missgeschick erzählt. Eine sehr nette Antwort innerhalb weniger Stunden kam zurück, sie könnten mir einen Haken schicken. Der bzw. zwei Stück kamen wenige Tage später zusammen mit einem handgeschrieben Hinweis und netten Grüßen. Ich habe die Stiefel repariert. Einfach perfekt. Ich habe mich sehr gefreut. Ich schreibe das, weil es nicht selbstverständlich ist und darum so Besonders. Der Kundendienst beispielsweise von freenet oder KLM bzw. Air France ist das krasse Gegenteil von gut. Aber darüber schreibe ich jetzt nicht, weil ich damit schon zu viel Zeit vertan habe.

Herzlichen Dank an Freja von Ilse Jacobsen. Wenn Ihr schöne Regensachen sucht, schaut dort vorbei.

Wildgänse über dem Uckersee

Wir waren am Uckersee am Kap und saßen am See in der Sonne. Hinter uns anschwellender Lärm und dann ein riesiger Scharm Wildgänse. Es war ein beeindruckendes Schauspiel, das wir so schnell nicht vergessen werden. Sie sind über uns hergeflogen, über den See und wieder zurück. Keine Ahnung wie viele es waren, aber seinen so großen Schwarm haben wir noch nie gesehen. Wahrlich beindruckend und schön.

Wildgänse in der Uckermark Wildgänse in der Uckermark Wildgänse in der Uckermark Wildgänse in der Uckermark Wildgänse in der Uckermark Wildgänse in der Uckermark

Auch über unseren Hof ziehen die Schwärme lautstark hinweg. Ich beobachte sehr gerne wie sich die einzelnen Tiere an der Spitze abwechseln. Es gibt auch immer neben den großen Flugformationen einige wenige, so drei bis fünf Tiere, bei denen ebenfalls eines an der Spitze fliegt und die anderen versetzt hinterher. Ich weiß nicht, ob sie einfach zu spät waren, als die anderen losgeflogen sind oder ob sie vielleicht eine bestimmte Funktion haben. Vielleicht haben sie die Aufgabe, bei Gefahren zu warnen. Die große Formation ist für die Gänse energiesparend, aber auch mit Risiken verbunden, die bei Vögeln die einzeln fliegen viel geringer ist.

 

Wildschwein aus der Uckermark

Gestern war ich in der Wildwirtschaft  im Boitzenburger Land mit meinem kleinen roten Franzosen. Habe Wildschwein gekauft und und Knochen vom Reh. Der Hund bekommt auch was ab. Frau Wunsch-Fischer hat mich sehr beeindruckt. Sehr schön, was sie dort macht. Ich kann nur empfehlen, dorthin zu fahren und ein ordentliches Stück Schwarz- oder Rotwild zu erwerben. Heute habe ich den ganzen Tag Fleisch geschnitten. Blutige Hände und die Holzplatte beim Knochen hacken gepalten, das Beil habe ich in der Werkstatt gefunden. Wildschweinfond und Wild-Jus gekocht. Das Rezept gibt es hier.  Die Küche duftet und draußen stürmt es. Der Herbst ist da und es ist kuschelig im Haus. Der Duft macht ruhig, der Kamin brennt, der Hund pennt. Die Laubzusammenfegerei der letzten Tage war umsonst,  jetzt ist mehr Laub auf den Wiesen als vor ein paar Tagen. Naja, egal, Armmuskeltraining. Und es ist gut.

 

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