Es wird kalt und ich muss schneller streichen.

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Leider deckt der Sumpfkalk nicht überall gleich gut. Im Moment gibt es in der Küche keine Heizung und ich hoffe, dass ich mit den Malerarbeiten so zügig weiterkomme wie bisher. Der alte Kachelofen, den man vom Flur aus befeuern kann, wärmt den Flur gleich mit. Wenn die Küchentür offen bleibt, ist die Temperatur für das langsame Trocknen der Sumpfkalkfarbe vielleicht ganz  in Ordnung.

Morgen will ich den letzten Wandanstrich machen und dann die Türen und die Rahmen mit Leinölfarbe streichen. Auf jeden Fall wirkt die Küche jetzt schon freundlicher als vorher. Es war sonnig heute und das Licht, das durch die Fenster fiel, war wunderbar. Der Raum strahlte.

Die Farben riechen  gut. Frisch und  neu. Nicht so wie die Acryl- oder Dispersionfarben, von denen man gleich Kopfweh bekommt. Ich bin sehr zufrieden, dass wir uns für die vielleicht etwas mühsamere Art des Anstrichs entschieden haben. Der Sumpfkalk muss in mehreren Anstrichen aufgetragen werden. Es reichen üblicherweise nicht zwei Schichten wie bei einer Dispersion. Das ist anstrengend, aber es lohnt sich dennoch. Das Gleiche gilt für die Leinölfarbe. Ich bekleckere mich beim Streichen immer ausgiebig. Aber die Farbe läßt sich gut von den Händen abwaschen ohne die Haut zu reizen. Außerdem mag ich den Geruch. Es erinnert mich an eine Zeit, als ich noch Zeit für das Malen hatte.

Eben gab es einen kleinen Schwatz aus dem Küchenfenster mit der Nachbarin. Das Haus der Famile nebenan ist im Grunde gegengleich gebaut. Früher waren die beiden Häuser mal ein Schafsstall, der dann geteilt und zu zwei Hofstellen mit Wohn- und Stallhaus umgebaut wurde. Sie streicht  die Türen.