Dreesch7

kreative Ferien, kreatives Arbeiten

Monat: Dezember 2015

Kleine Fortschritte, gute Farben

Es wird kalt und ich muss schneller streichen.

IMG_6880

Leider deckt der Sumpfkalk nicht überall gleich gut. Im Moment gibt es in der Küche keine Heizung und ich hoffe, dass ich mit den Malerarbeiten so zügig weiterkomme wie bisher. Der alte Kachelofen, den man vom Flur aus befeuern kann, wärmt den Flur gleich mit. Wenn die Küchentür offen bleibt, ist die Temperatur für das langsame Trocknen der Sumpfkalkfarbe vielleicht ganz  in Ordnung.

Morgen will ich den letzten Wandanstrich machen und dann die Türen und die Rahmen mit Leinölfarbe streichen. Auf jeden Fall wirkt die Küche jetzt schon freundlicher als vorher. Es war sonnig heute und das Licht, das durch die Fenster fiel, war wunderbar. Der Raum strahlte.

Die Farben riechen  gut. Frisch und  neu. Nicht so wie die Acryl- oder Dispersionfarben, von denen man gleich Kopfweh bekommt. Ich bin sehr zufrieden, dass wir uns für die vielleicht etwas mühsamere Art des Anstrichs entschieden haben. Der Sumpfkalk muss in mehreren Anstrichen aufgetragen werden. Es reichen üblicherweise nicht zwei Schichten wie bei einer Dispersion. Das ist anstrengend, aber es lohnt sich dennoch. Das Gleiche gilt für die Leinölfarbe. Ich bekleckere mich beim Streichen immer ausgiebig. Aber die Farbe läßt sich gut von den Händen abwaschen ohne die Haut zu reizen. Außerdem mag ich den Geruch. Es erinnert mich an eine Zeit, als ich noch Zeit für das Malen hatte.

Eben gab es einen kleinen Schwatz aus dem Küchenfenster mit der Nachbarin. Das Haus der Famile nebenan ist im Grunde gegengleich gebaut. Früher waren die beiden Häuser mal ein Schafsstall, der dann geteilt und zu zwei Hofstellen mit Wohn- und Stallhaus umgebaut wurde. Sie streicht  die Türen.

 

Die Tage zwischen den Tagen

Die Arbeiten in der Küche gehen gut voran. Die Wände sind soweit, dass wir sie mit Sumpfkalk streichen können. Die Türen und Fenster sind bereits mit Leinöl grundiert. Das Wetter ist kühl und feucht genug, dass der Sumpfkalk schön langsam trocknen kann.

IMG_6863

Den Boden haben wir von den alten Farbresten befreit. Wir wollen es so machen,  dass man die  Gebrauchsspuren sehen kann, aber dennoch  einen relativ einheitlichen  Farbton herstellen. Ein Probeanstrich mit reinem Leinöl hat das Holz ordentlich angefeuert. Wir wissen noch nicht so genau, ob das Öl reicht oder ob es besser ist, mit einer Lasur die Farbigkeit zumindest an einigen Stellen anzugleichen. Wenn die Wände und die Decke gestrichen sind, werden wir uns um den Boden kümmern und dann sehen wir wie er insgesamt wirkt. Viel ist richtig abgewetzt. Einige Stellen, auf denen Küchenmöbel gestanden haben, weisen natürlich weniger Gebrauchsspuren auf.

In dem kleinem weißen Zimmer sind die Böden nur mit ganz wenig Sumpfkalk gestrichen und anschließend mit Marseiller Seife behandelt. Das sieht gut aus und ist auch, obwohl es nicht so wirkt, ziemlich unempfindlich, was Schmutz angeht. Öl und Fettspritzer sind allerdings ein Problem, da das Holz  offenporig bleibt. Daher haben wir uns in der Küche für das Öl entschieden, das man mit  Lack auf Leinölbasis noch mal etwas stabiler machen kann.

IMG_6853

Neben den ganzen Arbeiten auf der Baustelle haben wir aber natürlich auch noch so etwas wie Privatleben.

Da gibt es einige schöne Dinge, auf die ich gerne hinweisen möchte  wie beispielsweise das Weingut Feth Wehrhof, das ganz wunderbaren Wein produziert. Unser aktueller Lieblingswein ist die Scheurebe.

Dann haben wir auch noch eine tolle Musikempfehlung von dem Barteam der Haifischbar in Berlin: Club des Belugas. Nu Jazz  perfekt zum Häuser-Renovieren. Hier ist ein kleiner Vorgeschmack.

Und ein ganz besonderes Talent mit einer großartigen Stimme: Hört Angelina Jordan.

Adventszeit auf der Baustelle

Eigentlich wollten wir Weihnachten in Dreesch verbringen, sofern die Küche fertig wird. Der neue Herd ist geliefert. Allerdings ist noch nicht so gemütlich. Und fertig ist es auch nicht. Egal. Es wird.

Geheimdurchgänge

Die Spuren der alten Türöffnungen sollen sichtbar bleiben. Die  Ziegel werden instand gesetzt und dann wird mit Sumpfkalk gestrichen.

IMG_6846

Die letzten Putzarbeiten sind fast gemacht. Dann kann gestrichen werden.

Unsere Haustüre ist nach dem Abschleifen ein wirkliches Schmuckstück geworden.

IMG_6840

Verborgen unter hundert Schichten Farbe läßt sie sich jetzt sehen. Mit einem Leinölanstrich strahlt sie und fühlt sich wunderbar an. Ich muss noch die Ziernägel von der alten Farbe befreien und wieder einschlagen. Ein bisschen mühsam zwar, aber es lohnt sich. Der Türgriff war auch ganz verdreht. Wieder in Form gebracht schließt die Türe nun wieder mühelos. Wir stehen alle davor uns freuen uns und streicheln die Tür, weil sie so schön ist.

Home

© 2017 Dreesch7

Theme von Anders NorénHoch ↑