Dreesch7

kreative Ferien, kreatives Arbeiten

Monat: März 2015

Das Lama im Garten

Es zieht sich. Mit unserer Planung kommen wir voran. Ansonsten finden wir doch das ein oder andere Lama. Die Dachkonstruktion der Scheune ist an einer Stelle marode, so dass neben der Ausbesserung der Dachziegel auch noch Arbeiten an der Konstruktion notwendig werden. Wir haben einen Zimmermann kommen lassen, um die Kosten zu kalkulieren. Je nach Ausführung müssen wir mit 12.000 bis 33.000 € rechnen. Zum aktuellen Zeitpunkt haben wir diese Reparaturen gar nicht eingeplant. Je länger wir nichts mit der Scheune unternehmen, desto teurer werden später die Reparaturen.

Die Probeanstriche mit weißer Leinölfarbe auf den Türen zeigen, dass wir wahrscheinlich doch den Spanplattenteil  der Tür spachteln müssen. Wir machen jetzt noch den dritten und letzten Anstrich und werden dann entscheiden, ob ein Spachteln notwenig ist. Der Anstrich bei den Fenstern ist gut. Da gibt es keine Probleme.

Ein paar Tage nachdem ich die Pinsel am Waschbecken in der Küche ausgewaschen hatte, ist mir eine Stelle draußen am Boden neben der Hauswand aufgefallen, die sich weiß verfärbt hatte. Es stellte sich heraus, dass  das Abschlussrohr offensichtlich undicht ist. Norbert hat es ausgegraben und dabei ebenfalls festgestellt, dass es nicht in Richtung der Grube weiterführt. Wo es endet, haben wir noch nicht herausgefunden. Auf grund der Ausgrabungsarbeiten mussten vier Rosenstöcke umziehen. Sie stehen jetzt mit den vorgezogenen Wicken am Zaun neben dem Bushäuschen. Mal sehen, ob es dort nicht zu windig ist.

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In der Woche nach Ostern werden wir mit der großen Ausräumaktion beginnen und sowohl Scheune, Ställe und Dachboden von Sperrmüll und Kram befreien. Danach beginnen wir mit der Sanierung der Räume.

Staub fressen

Am Wochenende haben wir den Ziegelboden im Flur abgeschliffen. Zuerst haben wir versucht, den Boden mit der Flex zu bearbeiten. Das funktionierte zwar, hat aber zu viele tiefe Schnitte verursacht. Mit einer großen Betonschleifmaschine ließ sich die Oberfläche gut von Estricht und Kleberresten befreien. Die Staubentwicklung war gewaltig, trotz angeschlossenem Industriesauger. Einem Sandsturm in der Wüste nicht unähnlich. Nun ist allerdings der Boden sehr plan geschliffen und der Charme des „Ausgetretenen“ verschwunden.  Mal sehen, was man noch machen kann, um es ein bisschen weniger clean hinzubekommen. Noch haben wir keine passende Idee.

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Das Model steht soweit im „Rohbau“. Nun können wir es für Farbproben und Umbausimulationen nutzen.

modell

Um herauszufinden, ob die unterschiedlichen Hölzer an den Türen auch nach einem Anstrich mit Leinölfarben noch sichtbar sind, wollen wir erst mal Probeanstriche herstellen. Bei allen Türen ist in der Mitte eine Spanholzplatte eingesetzt. Zwei Händler haben natürlich zwei sich widersprechende Aussagen gemacht. Die einen meinten, man würde den Unterschied sehen und müsse vorher spachteln. Die anderen meinten, man würde es nicht sehen, der Farbanstrich würde die unterschiedliche Struktur kaschieren. Ich bin mal gespannt, was am Ende richtig ist. Zunächst wurden die Türen mit rohem Leinöl gestrichen. Nächste Woche mache ich dann den ersten weißen Anstrich.

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Eines der Fenster habe ich auch in Angriff genommen. Es wurde geschliffen, stabile Farbreste wurden belassen. Die Leinölfarbe sollte auch darauf gut haften. Den bröseligen Kit habe ich entfernt und mit Leinölkitt ausgebessert. Das muss ich allerdings noch üben. Aber dafür gibt es ja noch genügend Fenster. Auf jeden Fall bin ich immer wieder begeistert wie gut man mit Leinölfarben und -produkten arbeiten kann und wie einfach sich Pinsel reinigen und Farbflecken entfernen lassen. Außerdem mag ich diesen Geruch. Er erinnert mich an meine Kindheit.

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Ein neues Frühbeet steht nun auch auf der Obstwiese. Es ist akurater gebaut und die Fensterrahmen liegen besser auf. Den dicken Bohnen gefällt es offenbar und mir auch. In den nächsten Wochen will ich immer mal wieder ein bisschen Gemüsegarten schaffen. Wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass ich mir ein Raster anlege und mir dann nach und nach einzelne Flächen für die Beete erkämpfe. An Hand der Fotos vom Sommer weiss ich ungefähr, welche Bereiche durch die Obstbäume verschattet werden.IMG_5581

Auf der Brachfläche, auf der der Anbau der Scheune gestanden hat, habe ich großzügig Wildblumensamen verteilt. Mal sehen, was daraus wird. Es hat zumindest nicht viel Arbeit gekostet.

Frühling

Das Wochenende war schon viel mehr als eine Ahnung von Frühling.

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Es hat uns dann auch nicht so viel im Haus gehalten. Wir haben die Gelegenheit genutzt und ein paar Arbeiten im Garten und draußen am Haus vorgenommen. Beim letzten Sturm ist ein Baum umgestürzt, den haben wir zersägt. Er hat schönes rotes Holz. Leider wissen wir nicht, was das für ein Baum war. Birne, Kirsche? Vielleicht kann man aus dem Stamm noch etwas machen.

Ursprünglich war das Haus stark mit Efeu bewachsen. Da die Fugen jedoch nicht intakt waren, haben sich die Pflanzenteile ins Mauerwerk gearbeitet. An einer Stelle ist es bis aufs Dach hochgeklettert und hat dort Schaden verursacht. Der Vorbesitzer hatte bereits Unkraut-Ex verspritzt, um den Bewuchs einzudämmen. Übrigens mit dem Hinweis, „das Zeug, das hier in Deutschland verboten ist, kann man in Polen kaufen“. Na ja, jedenfalls hat es gewirkt und den Efeupflanzen den Garaus gemacht. Die abgestorbenen Reste haben wir dann recht gut entfernen können. Nun sind die Mauern aber sauber und bereit dafür, so dass wir an einem nächsten warmen Wochenende die Fugen ausbessern können.

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Neue Pflanzen machen sich auch bereits schon wieder auf den Weg, die Mauern zu erobern. Leider weiß ich auch nicht, was es für ein Kraut ist. Es riecht sehr intensiv und fühlt sich in den Fugen auf jeden Fall sehr wohl.

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Das Zaunlabyrinth im Garten haben wir auch abgebaut. Die Vorbesitzer haben für Enten und Hühner den gesamten Garten in einzelne Bereiche abgeteilt. Einen Teil der Zäune haben wir entfernt, um damit zumindest an einigen Stellen den Zaun, der das Grundstück umfriedet, auszubessern. Für die Zäune wurden ordentliche Betonpfosten in die Erde gesetzt. Beim Ausbuddeln konnten wir dann einen Blick auf die Unmengen an Zwiebeln und Knollen werfen, die bereits austreiben und noch wenige warme Tage brauchen, um sich zu zeigen. Neben den Schneeglöckchen gibt es schon die ersten Krokusse und kleine blaue Blüten, von denen ich auch nicht weiß, was es eigentlich ist.

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Den Spuren nach zu urteilen ist unser Garten beliebtes Weideland für Rehe. Ein Reh ist vor ein paar Wochen am Zaun verendet. Es hat sich mit einem Bein im Zaun verheddert und war dann eine leichte Beute. Übrig waren dann nur noch die Knochen und ein Haufen Fell.
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Ein Frühbeet wollte ich auch anlegen und habe mir einen einigermaßen sonnigen Platz auf der Obstwiese gesucht. Eigentlich würde ich gerne zwischen der ersten Reihe der Obstbäume einen Gemüsegarten anlegen. Aber das Entfernen der Grasnarbe für die  120 x 110 cm für das Frühbeet war schon ein ordentliches Stück Arbeit. Wie ich das für eine größere Fläche machen soll, ist mir noch rätselhaft. Wir haben auch noch kein Gartengerät, sondern nehemn das, was wir im Stall und in den Schuppen finden. Meistens bricht dann aber der Stiel nach wenigen Minuten ab, da das Holz schon ziemlich zerfressen ist.

So richtig toll ist das Frühbeet auch nicht geworden. Aber egal. Es sind nur dicke Bohnen drin und die vertragen Kälte.

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Grabsteine haben wir auch gefunden. Es hat natürlich eine Menge seltsamer Diskussionen in Gang gesetzt, was wir eventuell finden würden, wenn wir im Garten graben.

IMG_5528  Die nächste Aufgabe, die wir jetzt angehen ist die Feinplanung der einzelnen Bauabschnitte mit Ressourcenplanung und Zeitschiene. Wir haben ein Modell im Maßstab 1:20 gebaut und müssen nun Entscheidungen treffen, wie wir was gestalten wollen.

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